Transversenbahnen
Konventionelle Seilkran-Systeme haben bei allen Vorteilen auch einen Nachteil: sie sind auf ein mehr oder weniger lineares Einsatzgebiet entlang des Seils beschränkt.
Nicht so unser Traversenkran, der auch im Verhältnis zu konventionellen Kränen, ein geradezu riesiges Terrain von über 22.000 Quadratmetern abdeckt.
Beim Bau der Olympia Skisprunganlage in Pragelato zeigt sich die Überlegenheit unseres Traversenkran’s. Sprungturm und Schanze, sowie sämtliche Arbeiten im
Aufsprung- und Auslaufbereich werden mit nur einem einzigen Kran realisiert und das bei einem Höhenunterschied von über 200 Metern.
Schnelle Transporte mit bis zu 2,5 m/sec und Lasten bis zu 8 Tonnen können an jeden beliebigen Ort des riesigen Areals befördert werden. Das reduziert die Bauzeit drastisch und natürlich auch die Kosten.
Das Kransystem wurde in kurzer Zeit installiert und war danach unbeschränkt einsatzbereit. Negative klimatische Bedingungen wie Nebel oder starker Schneefall spielen bei den Baumassnahmen nur eine untergeordnete Rolle, weil der Kranführer unmittelbar vor Ort den Transport dirigiert und überwacht.
Skytruck 200
Für schwere Lasten und langen Trassen wird der „Skytruck 200" eingesetzt. Dieser hat zum Unterschied des „Skytruck 100", daß die Energie aus dem in der Traverse integrierten Dieselmotor stammt. Auch für den Vortrieb längs der Trasse sorgt hier der Dieselmotor. Über vier hydraulisch angetriebenen Seilscheiben auf ein sogenanntes „stilles Seil", das beidseitig fest verankert ist, erfolgt die Kraftübertragung.
Der „Skytruck 200" wird von einem Kranführer gesteuert, der in der Kabine direkt auf der Traversenbahn sitzt. Der Maschinist hat außerdem die Möglichkeit, die Steuerung an einen Bediener an der Abladestelle zu übergeben, der mit Funkfernsteuerung operiert. Somit kann die Last auf der Baustelle direkt vor Ort positioniert werden.
Die Tragfähigkeit beträgt 20t auf einer Länge von 40m.
Skytruck 400
Für Lasten bis zu 36t und einer Länge von 80m wurde der „Skytruck 400" entwickelt. Eingesetzt werden hierfür zwei „Skytruck 200" im Tandembetreib, an deren Lasthaken direkt ein Träger eingehängt wird, der widerum 36t heben kann.
Überwacht wird der Tandembetrieb über Sensoren an den Antriebs- und Laufrollen.
Die Steuerung erfolgt auch hier wie beim „Skytruck 200".




